Licht definieren
Die Grundlagen
Es werde Licht!
Lektion 1: Was ist Licht?
- Licht definieren
- Die Quelle des Lichts
- Die Anatomie des Lichts
In dieser Lektion erfahren Sie, was Licht ist, woher es kommt und warum es ein Spektrum bildet, wenn es einem Prisma ausgesetzt wird.
Licht definieren
Man erkennt es, wenn man es sieht – oder auch nicht. Aber wenn man zwei beliebige Personen nach der Definition von Licht fragt, erhält man, sofern sie nicht in Physik ausgebildet sind, wahrscheinlich nur ganz einfache Antworten wie: „Es ist das, was von der Sonne kommt und alles, na ja, nicht dunkel macht.“ Doch wie alles in der Natur hat auch Licht eine Zusammensetzung. Es hat eine Struktur, eine Anatomie, die in seine Bestandteile zerlegt werden kann. Und das ist wichtig, denn ohne Licht könnten wir Farben nicht wahrnehmen.
Die Quelle des Lichts
Licht kommt nicht einfach aus dem Nichts. Jedes Licht hat eine Quelle. Manche Lichtquellen sind künstlich, wie Lampen und Scheinwerfer. Die größte natürliche Lichtquelle unserer Spezies ist jedoch „Sol“ – der Fachbegriff für unsere Sonne. Wir beziehen den Großteil unseres Lichts von der Sonne. Dieses natürliche Licht nennen wir „Umgebungslicht“. Umgebungslicht ist das Licht, das sichtbar ist, wenn alle künstlichen Lichtquellen ausgeschaltet sind.
Die meisten von uns haben in der Schule gelernt, dass Licht mit 300.000 Kilometern pro Sekunde sehr schnell ist. Aber WIE genau bewegt es sich? Licht „strahlt“ und bewegt sich von seiner Quelle durch den Raum. Licht bewegt sich in Form von Strahlen, die wir „Strahlen“ nennen. Es krümmt sich nicht und bewegt sich nicht um Ecken. Licht bewegt sich geradlinig. Aber wie würde eine Röntgenaufnahme von Licht aussehen? Nun, sie sieht aus wie ein Spektrum.

Die Anatomie des Lichts
Wir nutzen ein Prisma als Röntgengerät. Bevor wir dieses Gerät entwickelten, wussten wir nur, dass es ein Spektrum gibt, weil die Natur uns die atmosphärischen Bedingungen für die Sichtbarkeit eines Regenbogens bot. Das Prisma ermöglichte uns den ersten kontrollierten Einblick in die Anatomie des Lichts. Licht mag für das bloße Auge weiß erscheinen, doch das Prisma zeigt uns, wie Licht wirklich aussieht … im Inneren. Diese Farbanordnung nennen wir Spektrum.
Diese spektrale Betrachtung des Lichts verrät uns viel über seine Anatomie. Wir nennen diesen Regenbogen das „sichtbare“ Spektrum – den Teil des Spektrums, der vom menschlichen Auge tatsächlich wahrgenommen werden kann. Das Prisma zeigt uns das sichtbare Spektrum, wenn wir es auf die Sonne richten und natürliches Licht hindurchscheinen lassen. Es ist nicht das gesamte Spektrum. Das „unsichtbare“ Spektrum umfasst ultraviolettes und infrarotes Licht, das das bloße Auge nicht wahrnehmen kann, aber definitiv vorhanden ist. Das sichtbare Spektrum zeigt uns auch nicht alle Farben, die das menschliche Auge wahrnehmen kann. Das liegt daran, dass einige Farben durch Mischung entstehen. Wir werden mehr darüber sprechen, wenn wir uns mit dem Thema Primär-, Sekundär- und Tertiärfarben befassen.